In diesem Fallbeispiel zeigt sich, wie über die Arbeit mit einer Metapher ein Wechsel von einem Wahrnehmungsbereich zu einem anderen stattfinden kann, wie im weiteren Verlauf die zusammenfassende Arbeit mit einer Kernemotion das Abarbeiten vieler einzelner Lebenssituationen ersetzt und wie schlussendlich die systemische Erweiterung der Klopfakupressur sich sinnvoll ergibt.

Der Verlauf der Sitzung ist hier in der Darstellung auf das Wesentliche reduziert.


Tom, 32 Jahre alt, leidet unter Bronchialasthma. Auf die Frage, wie sich denn der obere Brustbereich genau anfühle, antwortet er mit einer Metapher:

Es sei, als ob der obere Brustbereich wie mit Baumharz verklebt sei.

Der Einstimmungssatz lautete dementsprechend:

Auch wenn mein oberer Brustbereich wie mit Baumharz verklebt ist, bin ich ok so wie ich bin.

Nach 1-2 Klopfrunden mit dieser Metapher, kam das eigentliche Thema zum Vorschein.

Im Moment ist das eigentlich gar nicht so schlimm, denn ich nehme ja Medikamente dagegen. Aber ich schäme mich dafür, dass ich die brauche. Es raubt mir die Lebensfreude.

Und auf der Straße bin ich blöd angegrinst worden, als ich mein Atemgerät benutzt habe.

Hier hat also ein Wechsel vom körperlichen zum emotionalen Wahrnehmungsbereich stattgefunden.

Das neue Thema war Scham und zwar der Lächerlichkeit preisgegeben zu sein für Nichtigkeiten oder für Selbstverständlichkeiten, z.B. das Recht gut Luft zu bekommen.

Die Höhe der Belastung durch dieses Gefühl ergab eine 8.

Die erste Klopfrunde mit dem Einstimmungssatz:

Auch wenn ich mich dafür schäme, diese Medikamente nehmen zu müssen, wo ich doch einfach nur gut Luft bekommen möchte, bin ich ok. brachte eine Besserung auf 6.

Im weiteren Verlauf des Gespräches zeigte es sich, dass es viele Erlebnisse in Toms Lebenslauf gab, die alle als gemeinsamen Nenner das Gefühl hatten: Sich schämen müssen für nichts.

Mit diesem Kerngefühl als gemeinsamen Nenner haben wir die nächsten 1-2 Runden geklopft.

Die Reduzierung der Belastung ging bis auf 3 herunter.

Dann fiel Tom folgendes ein:

Schon als Kind durfte ich keinen Quatsch machen und einfach mal fröhlich sein. Dafür musste ich mich gleich schämen.

Außerdem ging es meiner Mutter wohl genauso, meine Oma muss noch viel schlimmer gewesen sein.

Es zeigte sich wie von selbst, dass die Arbeit mit systemischer Erweiterung die nächste Option sein musste.

Der entsprechende Einstimmungssatz lautete:

Auch wenn wir, Mama, Du und ich, schon als Kinder keinen Quatsch machen durften und uns immer gleich dafür schämen mussten, sind wir beide so ok, wie wir sind.

Beim Klopfen dann:

Unser Schämen für nichts, nur son bisschen Quatsch, lass uns diese alte Belastung jetzt beenden und unsere Verbundenheit bleibt bestehen.

Die Belastung auf der Skala fiel auf 1.

In einer weiteren Runde wurde dann der systemische Bezugsrahmen noch einmal erweitert.

Ich bitte alle, die irgendwie zu diesem Thema dazugehören, alle die mir einfallen und alle, die mir nicht einfallen, mein Unterbewusstsein weiß es sowieso, mich zu unterstützen. Lass uns alle gemeinsam diese alte Belastung jetzt beenden und unsere Verbundenheit bleibt bestehen auch über den Tod hinaus.

Danach war der Wert auf der Skala bei 0.

Tom verspürte eine neue innere Ruhe.

Um dieses neue innere Gefühl zu stabilisieren und zu verstärken habe wir zum Abschluss folgendes geklopft:

Diese neue innere Ruhe und ich lasse mich überraschen, was jetzt alles möglich wird.

Wir freuen uns sehr über Rückmeldungen! Bitte melde dich, insbesondere dann, wenn du nicht übereinstimmst - das macht es noch interessanter!

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