Maßnahmen zur Stabilisierung des Klienten.

Eine akute Belastungssituation bedeutet auch, dass man nicht mehr in der Außenwahrnehmung, sondern in einem inneren Kreislauf gefangen ist. Die "Problem-Trance" gezielt zu unterbrechen ist - neben dem einfachen Klopfen auf den bekannten Punkten - ein bewährter Weg, wieder in einen emotional stabilen Zustand zu kommen.

Falls einmal eine Situation der emotionalen Überforderung eintritt, können folgende Stabilisierungstechniken hilfreich sein:

 

Ins Hier und Jetzt zurückkommen

  • Fokussiere das Hier und Jetzt
  • Klopfe den Handkantenpunkt und sage: „ Ich bin jetzt in Sicherheit“

  • Aktiviere alle deine Sinne für das Hier und Jetzt

    • Fühle den Boden unter deinen Füßen, den Stuhl, auf dem du sitzt

    • Spüre deine Hände, wie sie klopfen

    • Nimm wahr, in welchem Raum du dich befindest

    • Schau auf die Uhr

    • Höre auf Geräusche

    • Iss etwas scharfes oder herzhaftes

    • Rieche an etwas scharfem ( z. B. japanisches Heilpflanzenöl)

 

Kognitive Ablenkung

  • Zähle in 7-er Schritten von 100 rückwärts

  • Löse ein Sudoku, Kreuzworträtsel oder ähnliches

 

5-4-3-2-1-Übung

Diese Übung ist eine Alternative zu den oben genannten Technken und sehr einfach in der Anwendung. Bei dieser Übung ist neben der Wahrnehmung des Hier und jetzt über 3 Sinneskanäle auch die Konzentration auf den Übungsablauf als kognitive Ablenkung ein wichtiger Wirkfaktor. Sie ist auch als Entspannungsübung sehr zu empfehlen.

Die 5-4-3-2-1-Übung besteht aus 5 Runden, die wie folgt ablaufen:

1. Runde

  • Schaue 5 Dinge im Raum an und benenne sie.
  • Höre auf 5 Geräusche.
  • Fühle 5 verschiedene Körperwahrnehmungen.

2. Runde

  • Schaue 4 Dinge im Raum an und benenne sie.
  • Höre auf 4 Geräusche.
  • Fühle 4 verschiedene Körperwahrnehmungen.

3. bis 5. Runde

  • Wie oben, nur mit jeweils 3, dann 2 und schließlich einer Wahrnehmung pro Sinneskanal.

 

Das Tutorial Systemische Klopfakupressur datiert aus dem Jahre 2017 und richtet sich an Personen mit Klopfakupressur-Grundkenntnissen und einem Mindestmaß an Erfahrung in der Arbeit mit Anderen. Seit 2019 gibt es unter der Bezeichung Emotionale Selbstbefreiung eine Weiterentwicklung, die auch und insbesondere für Selbstanwender gedacht ist.

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