Gestaltung eines Coachingrahmens der Augenhöhe zwischen Klient und Coach.

Themenverzeichnis

Ein Klick auf die Zeitmarkierung springt zum jeweiligen Abschnitt des Webinars.

Zur Markierung springen 00:01 (Begrüßung| Vorstellung Regine Kroll.

Zur Markierung springen 03:00 Gestaltung des Coachingrahmens im Hinblick auf Ethik und eine "hilfreiche Haltung" nach Carl Rogers.

Zur Markierung springen 04:13 Vorannahme: Thema des Klienten ist transgenerational übernommen, insbesondere wenn es ein schwerwiegendes Thema ist.

Zur Markierung springen 05:50 Kapitän (Klient): Kennt das Thema, ist Experte dafür.

Zur Markierung springen 06:35 Lotse (Coach): Steht "von außen / über Funk" in Kontakt mit Kapitän, nicht auf der Kommandobrücke.

Zur Markierung springen 07:28 Coaching mit Klopfakupressur / Systemische Klopfakupressur ist eine erweiterte Selbsthilfemethode.

Zur Markierung springen 07:55 Thema ist als 3. Element der Coaching-Trias "draußen", nicht beim Kapitän; dadurch Entlasung für Kapitän und Lotse.

Zur Markierung springen 09:20 Kapitän und Lotse als Team mit gemeinsamer Verantwortung und klarer Aufgabenteilung.

Zur Markierung springen 10:21 Aufgaben und Kompetenzen des Käpitäns.

Zur Markierung springen 11:42 Aufgaben und Kompetenzen des Lotsen.

Zur Markierung springen 15:12 Offene Fragen und Hinterfragung der Modelle der Systemischen Klopfakupressur.

Zur Markierung springen 16:30 Zusammenfassung der Vorteile der Coaching-Trias.

Zur Markierung springen 17:37 Stärkung der Kraft und Souveränität des Kapitäns, Attraktivität der Entlastungsarbeit durch gute Gefühle dabei.
Zur Markierung springen 18:59 Coaching nahestehender Personen.

Zur Markierung springen 20:18 Welche Informationen bekommt der Kapitän vorab? Grundlegende Erklärungen, Stärkende und ermutigende Sätze, systemische Sätze und Metaphern, Beispiele von Effekten beim Kapitän.

Zur Markierung springen 23:02 Gibt es Rückmeldungen über Veränderungen im System? Vorteile kontinuierlicher Arbeit über 5 Sitzungen, Veränderung von Metaphern beim Kapitän, Veränderungen bei anderen Personen, Auflösung kalibrierter Schleifen.

Zur Markierung springen 26:18 Was, wenn der Kapitän das Thema noch braucht? Wächter-Klopfen (hier gibt es inzwischen eine deutlich verbesserte Wächter-Technik).

Zur Markierung springen 28:21 Was, wenn der Kapitän nicht so werden will, wie eine andere nahestehende Person? Entscheiden, ob Lösung über Wächter-Technik oder über Systemische Ebenen.

Zur Markierung springen 30:16 Was ist mit Klienten ohne Vorerfahrungen mit Klopfakupressur? Generell nur Handkantenpunkt klopfen, Klienten sind in der Regel offen, Akzeptieren, Würdigen und Fokussieren sind wichtiger als die Verwendung bestimmter Punkte.

Zur Markierung springen 33:55 Wird nur über das Thema geredet und der Handkanten-Punkt geklopft? Keine Protokolle, auf Intensität der Fokussierung achten, mit der Wahrnehmung des Kapitäns arbeiten, ggf. nach beteiligten Protagonisten fragen und diese einbeziehen.

Zur Markierung springen 36:15 Was ist, wenn der Kapitän nichts wahrnimmt? Verdacht auf Wächter, (hier kann inzwischen die neue Wächter-Technik helfen), Ansprache durch vage Sprache ("was auch immer dahinter steht..."), Hinweis auf heftiges Thema, Stärkung des Kapitäns durch geeignete Sätze, Respekt vor Thema durch konsequente Umsetzung der Coaching-Trias wahren.

Zur Markierung springen 42:00 Ist die Psychologische Umkehrung (PU) immer ein Wächter? Ja, PU ist ein energetisches Erklärungsmodell, Wächter ist ein semantisches Erklärungsmodell, Emotionaler Gewinn ist emotionales Erklärungsmodell, asu Einwänden Rückenwind für die Auflösung machen, vom Schweinehund-Denken zum Verständnis von Wächtern und Emotionalen Gewinnen, Gary: Auch Einwände sind Aspekte, Unterscheidung von Aspekten und schützenden Intentionen (diese werden in der Systemischen Akupressur nicht beklopft, sondern als Wächter gewürdigt und miteinbezogen).

Zur Markierung springen 51:31 Ist das Würdigen aus dem NLP entlehnt? Nicht direkt, es wird in der Systemischen Klopfakupressur anders verstanden.

Zur Markierung springen 52:20 Wie mache ich aus einem Einwand Rückenwind? Kurze Erklärung des Wächter-Klopfens, bisherige Wächter-Aktivitäten sind oft misslungene Lösungsversuche.
 

Das Webinar wurde im August 2016 aufgezeichnet.

 

Coaching Trias

 

Aufgabenteilung

Da es in der Systemischen Klopfakupressur sehr oft im schwerwiegende und grundlegende Themen geht, ist eine geeignete Beziehung zwischen Klient und Coach von großer Bedeutung. Für die nicht-professionelle wie auch für die professionelle Arbeit mit Andern empfinden wir folgendes Sinnbild als hilfreich:

Der Klient ist der Kapitän seines persönlichen "Lebensschiffes". Der Coach versteht sich als Lotse für schwierige "Gewässer".

Der Kapitän ist Experte für das Thema und alle damit verbundenen Wahrnehmungen und Emotionen. Der Lotse ist dagegen Experte für den Prozess der Bearbeitung mit Hilfe der Systemischen Klopfakupressur. Kapitän und Lotse bilden ein Team mit dem Ziel einer Bearbeitung der dem Thema zugrunde liegenden emotionalen Belastungen.

Der so gestaltete Coachingrahmen impliziert eine von gegenseitiger Achtung und Augenhöhe geprägte Beziehung zwischen Klient und Coach.

Entlastung aller Beteiligten

Dank der klaren Aufgabenverteilung im Team Käpitän-Lotse braucht sich weder der Kapitän noch der Lotse in der alleinigen Verantwortung für das Gelingen der Bearbeitung zu fühlen. Damit wird eine gewisse Entlastung aller Beteiligten erreicht, was insbesondere bei der Bearbeitung von Themen mit hohem Leidensdruck ein entscheidender Vorteil sein kann. Dass ein Bearbeitungserfolg das Ergebnis einer gelungenen Zusammenarbeit im Team ist, versteht sich nicht nur von selbst, sondern stärkt auch die Beziehung auf Augenhöhe.

Verortung des Themas im System

Der Kapitän hat gute Gründe, warum er sich zur Zeit in schwierigen "Gewässern" befindet. Nicht selten fühlt er sich schuldig, dass er überhaupt diese Schwierigkeiten hat.

Beobachtungen in der Systemischen Klopfakupressur legen den Schluss nahe, dass ein "schweres" Thema im Kern nicht vom Kapitän neu kreiert wurde, sondern dass die maßgeblichen emotionalen Belastungen bereits früher im System vorhanden waren. Diese Einsicht kann, als Vorannahme eingesetzt, prozesserleichternd genutzt werden.

Zu Beginn des Coachings bespricht der Lotse den o. g. Aspekt mit dem Kapitän. In aller Regel finden sich bereits im frühen Stadium des Coachings eine Reihe von diese Annahme stützenden Hinweisen, die in aller Regel auch den Kapitän überzeugen.

Die Vorannahme, dass das zu bearbeitende Themas im System zu verorten ist, entlastet den Kapitän um etwaige Schuldgefühle im Zusammenhang mit dem Thema. Weiterhin kann der Kapitän eine erleichternde Distanz zum Thema entwickeln.

Für den Lotsen folgt daraus fast wie von selbst jene innere Haltung, die Carl Rogers als wichtig erachtet um eine hilfreiche Beziehung aufzubauen.