Die kontinuierliche Anwendung von Klopfakupressur eröffnet einen Weg zu immer größerer emotionaler Flexibilität und Lebensqualität.

Ein Ziel der Arbeit mit Klopfakupressur ist es, die eigene persönliche Komfortzone zu erweitern. In der Praxis geschieht dies durch die kontinuierliche Arbeit an belastenden Themen, sodass eine größere emotionale Wahlfreiheit und Flexibilität möglich wird (z. B. wie in Persönlicher Friedensprozess Teil 2 beschrieben).

Die Art und Weise der Veränderungsarbeit wird wesentlich von dem zugrundeliegenden Modell der Psyche beeinflusst.

 

Gary's Modell der Psyche

Gary Craig beschreibt die Psyche bzw. ihr Potential bildhaft als einen Palast der Möglichkeiten (Palace Of Posibillities). Dabei entspricht die persönliche Komfortzone nur einem kleinen Teil dieses Palastes, dessen Wände zudem mit größtenteils einschränkenden Glaubenssätzen bemalt sind (Writings On The Walls). Ziel der Arbeit mit Klopfakupressur ist es demnach, hinderliche Glaubenssätze "auszuradieren" und sich bislang ungenutzte, schönere Räume zu erschließen.

Gary Craigs Beschreibungsmodell der Psyche beinhaltet die Vorannahme, dass es überhaupt so etwas wie überflüssige, "ausradierungswürdige" Glaubenssätze geben könne. Er sagt auch, dass viele oder sogar die meisten der Schriften an unseren Wänden von den Eltern, aber auch von Autoritätspersonen oder von Norm gebenden Gruppen dort angebracht worden sind. Seiner Meinung nach reicht es aus, zu erkennen, dass diese vermeintlichen "Wahrheiten" nicht die eigenen sind, um sie ausradieren oder verändern zu können.

 

Autopoietisches Modell der Psyche

Wir als Autoren des KLOPF-Tutorials gehen von einem selbsterschaffenden und -erhaltenden ("autopoietischen") Wesen der Psyche aus. Demnach passt sich die Psyche selbst dynamisch in das wahrgenommene System aus Menschen und Bedeutungen ein. So gesehen kann davon ausgegangen werden, dass die Psyche zum jedem Zeitpunkt bestmöglich an das System angepasst ist. Obwohl dieser Zustand als Komfortzone bezeichnet wird, kann er viele einschränkende oder gar quälende Elemente beinhalten.

In einem selbsterschaffenden und - erhaltenden System hat jedes Element einen Sinn, der sich aus seinem Kontext heraus erschließt. Für die Veränderungsarbeit bedeutet dies, dass z. B. die Entmachtung einschränkender Glaubenssätze nicht isoliert, sondern unter Einbeziehung des sinngebenden Kontextes erfolgen sollte.

Jeder Teil der Psyche hat seinen Sinn und verdient, akzeptiert und gewürdigt zu werden.

 

In der Systemischen Klopfakupressur geschieht die Einbeziehung der jeweils relevanten Kontexte mit den Konzepten des Emotionalen Gewinns, des Wächter-Klopfens sowie der Systemischen Ebenen.

 

Das KLOPF-Tutorial beschreibt den Methoden-Standard nach Verband für Klopfakupressur e. V. mit Stand 2017.

Diese Seite wird nicht mehr weiter aktualisiert, da es seit 2020 mit der von Ronald Hindmarsh initiierten Emotionalen Selbstbefreiung /Strukturellen Klopfakupressur einen in wesentlichen Punkten weiterentwickelten Ansatz gibt.

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