Spezifisches und globales Arbeiten verbinden.

Die Containertechnik ist eine spezielle Form der Arbeit mit Metaphern und verbindet zwei Herangehensweisen an ein Thema.

Der globale Ansatz ermöglicht,

  • mehrere Aspekte eines Themas gleichzeitig zu bearbeiten und dabei
  • eine (ggf. benötigte) emotionale Distanz zu halten.

Der spezifische Ansatz ermöglicht

  • eine Bewertung des Prozessfortschritts, sowie ebenfalls
  • eine emotionale Distanz zu halten.

 

Ablauf

  1. Der Klient stellt sich einen Container vor und beschreibt diesen möglichst spezifisch, etwa nach Größe, Gewicht, Material, Farbe(n), Form, Temperatur der Oberfläche etc.

  2. Er legt oder beamt alle Aspekte eines Themas (oder Ereignisses) dort hinein und verschließt den Container in sicherer Weise.

  3. Der gesamte Container wird nun geklopft, etwa wie folgt:

    Auch wenn es diesen großen, grauen, 10 Tonnen schweren Container in meinem Leben gibt, bin ich OK.

    Auf diese Weise werden alle "im Container befindlichen" Aspekte global durch das Klopfen bearbeitet.

  4. Während und nach der Klopfrunde wird der Container beobachtet. Anhand der wahrgenommenen Veränderungen können Rückschlüsse auf den Prozessfortschritt gezogen werden.

  5. In weiteren Klopfrunden werden die wahrgenommenen Veränderungen im Einstimmungssatz mit berücksichtigt:

    Auch wenn es diesen jetzt schon deutlich kleineren oder leichteren Container in meinem Leben gibt, bin ich OK.

  6. Das Thema ist fertig bearbeitet, wenn der Container sich aufgelöst hat oder keine Rolle mehr spielt.

 

Anwendungsbereiche

Die Technik kann stabilisierend als Einstieg in ein schwieriges Thema gewählt werden, so lange bis es möglich erscheint, einzelne Aspekte herauszunehmen und spezifisch zu bearbeiten.

Weiterhin kann sie als effiziente Technik zur schnellen Bearbeitung genutzt werden.

 

Beispiel Autounfall

  • Stelle dir einen Container vor, der dazu geeignet ist, alle emotional belastenden Aspekte dieses Unfalls aufzunehmen.
    • Wie könnte dieser Container aussehen und wie groß und schwer müsst er sein?

  • Wenn du einen passenden Container gefunden hast, lege oder "beame" alle Aspekte dort hinein.
    • Schaue sie dabei nicht genau an. Du musst sie auch nicht laut benennen.

      Mögliche Aspekte könnten sein:

    • das plötzlich entgegenkommende Auto
    • die quietschenden Bremsen
    • das Schleudern
    • der Schrei des Beifahrers
    • der näher kommende Baum
    • der Stopp im Straßengraben
    • der Schmerz im Nacken
    • die plötzliche Leere
    • das Martinshorn der Polizei

  • Bitte nun dein Unbewusstes noch weitere fehlende Aspekte hinzuzufügen.

  • Verschließe den Container gut und sicher.

  • Klopfe nun den gesamten Container nach dem Basisprotokoll.
    • Beobachte den Container während des Klopfens und danach.
    • Beschreibe die Veränderungen, falls es sie gibt.
    • Benne die Veränderung im Einstimmungssatz für die nächste Runde.

  • Mache so viele Runden, wie du benötigst.

 

Wenn es nicht gut funktioniert...

Geht der Prozess nur sehr langsam voran, bleibt er stecken oder ist er nicht nachhaltig, wird es gute Gründe dafür geben.

Ein Blick auf die Wächter-Beschützer Technik sowie die Untersuchung möglicher systemischer Zusammenhänge können in solchen Fällen hilfreich sein.

 

Das KLOPF-Tutorial beschreibt den Methoden-Standard nach Verband für Klopfakupressur e. V. mit Stand 2017.

Diese Seite wird nicht mehr weiter aktualisiert, da es seit 2020 mit der von Ronald Hindmarsh initiierten Emotionalen Selbstbefreiung /Strukturellen Klopfakupressur einen in wesentlichen Punkten weiterentwickelten Ansatz gibt.

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